Faldumalp VS

Kartierung der Bewässerungssysteme im Raum Faldumalp, Lötschental.

Link zur online-Karte: https://qgiscloud.com/sal/2026-09-03__Weidmann_Kartierung_Faldumalp_VS/

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KartierungsgebietGebiet zwischen Goppenstein, Faldumrothorn, Loicherspitza und Alplighorn (Lötschental). Schwerpunkt Raum Faldumalp
Kartierungsgebiet und GemeindegrenzenDas kartierte Gebiet ist Teil der Gemeinde Ferden
BemerkungDie Kartierung mit ALTI3D monodirektonales Relief war teilweise schwierig bis unmöglich, da in den nach Nordwesten exponierten Bereichen kaum Details zu erkennen sind ("Überbelichtung" als Folge des Sonnenstandes im NW). Diese Schwierigkeit konnte ich beheben, indem ich in den überbelichteten Bereichen mit ALTI3D multidirektonales Relief kartierte.
Weiteres Vorgehen M. WeidmannFortführung der Detailkartierungen; insbesondere klarere Differenzierung zwischen Bewässerungskanälen und Viehwegen (sofern aufgrund der vorliegenden Kartengrundlagen / Luftaufnahmen möglich)
Generelles weiteres Vorgehen- Recherche bei der Gemeinde und dem Kanton (insbesondere Dienststelle für Landwirtschaft, Bereich Strukturverbesserungen) bezüglich Unterlagen zum Kartierungsgebiet
- Realisation von hochauflösenden 3D-Geländemodellen; Optimierung der Kartierung

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  • Ein Klick auf das Symbol mit dem Haus (Home) bewirkt, dass die Ansicht auf das gesamte kartierte Gebiet zoomt.
  • Mit den sechs runden Buttons auf der rechten Seite der Karte können Ansichten gewählt und verändert werden.
  • Ein Klick auf den obersten Button zeigt die Kartierungsebenen an. Diese Ebenen können mittels Häkchen in den Kästchen aktiviert / deaktiviert werden.
  • Mit einem Klick auf den untersten Button werden sechs verschiedene Hintergrund-Ebenen angezeigt. Von diesen kann jeweils eine aktiviert werden.

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Verschiedene in diesem Kapitel verwendeten Begriffe werden hier erläutert.

Faldumalp BewässerungssystemeDie Kartierung dieser Bewässerungssysteme basiert auf:
- dem swisstopo-Höhenmodell «swissALTI3D monodirektional»
- dem swisstopo-Höhenmodell «swissALTI3D multidirektional»
- den swisstopo-Luft- bzw. Satellitenbildern SWISSIMAGE (insbesondere auch älteren Versionen). 
Faldumalp SuonenIn diesem Layer habe ich kartiert:
- Suonen, welche in den aktuellen swisstopo-Karten eingetragen sind
- Suonen, welche in älteren swisstopo-Karten eingetragen sind
- Suonen, die im Inventar von Johannes Gerber eingetragen sind (teilweise öffentlich zugänglich auf www.suonen.ch)
Faldumalp Suonen vermutet
Faldumalp Wasseraustritte / QuellenIch habe Wasseraustritte / Quellen kartiert, die auf der Luftaufnahme erkennbar sind (sowie eine gefasste Quelle, die in der geologischen Karte eingetragen ist). Die Kartierung ist willkürlich und nicht vollständig.
Faldumalp Natürliche
Wasserläufe
Kartiert wurden
- Wasserläufe, welche heute wasserführend sind;
- Wasserläufe, welche in der Vergangenheit sicher oder mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit wasserführend waren.
Faldumalp ObjekteUnter dem Begriff «Objekte» verstehe ich Überreste von Bauwerken, Pferchen, Weidemauern sowie weiteren, nicht identifizierbaren man-made-Strukturen, die in Zusammenhang mit landwirtschaftlichen Tätigkeiten stehen (Wüstungen).

In diesem Sinne bezeichne ich auch Objekte, welche mit nicht mehr genutzten Suonen oder Bewässerungssystemen in Zusammenhang stehen (Speicherbecken, gemauerte Trassees von Suonen, usw.), als Wüstungen.
Faldumalp Lesesteine StrukturenAls Lesestein-Strukturen bezeichne ich
- Lesestein-Haufen
- Lesestein-Wälle
- andere Formen von Lesestein-Anhäufungen.

Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie anthropogen sind.

Die hochauflösenden Satellitenaufnahmen ermöglichen das Kartieren von Lesestein-Strukturen. ALTI3D ermöglicht es, Lesestein-Strukturen, die auf der Satellitenaufnahme nicht oder nur undeutlich erkennbar sind, aufgrund bestimmter Muster / Konturen zu identifizieren.

Die detaillierte Kartierung von Lesestein-Strukturen ist nach meiner Meinung von grosser Bedeutung.
- Unter Lesestein-Strukturen können sich die Reste von man-made-Objekten verbergen (insbes. Gebäude).
- Die Strukturen können in Zusammenhang stehen mit Aufräumarbeiten nach Naturereignissen (Lawinen, Murgänge, Hangmuren). In diesem Falle sind sie konkretes Zeugnis eines lokalen Ereignisses.
- Die Lesesteinhaufen sind Ausdrucksformen menschlicher Aktivität im Gebirge. Ihre Präsenz schafft eine aussergewöhnliche Form von Kulturlandschaft.
Faldumalp Wege Mensch ViehIn diesem Kartenlayer sind Wege erfasst, die man made bzw. animal made sind. Die Erfassung / Kartierung dieser Wege ist willkürlich und erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Sie wurde insbesondere in Gebieten durchgeführt, wo es sowohl Bewässerungskanäle als auch Wege gibt.

Fragen:
- Welche der als Bewässerungskanäle kartierten linearen Elemente sind in Wirklichkeit Wege? Welche der als Wege kartierten linearen Elemente sind in Wirklichkeit Abschnitte von Suonen / Bewässerungskanäle?

- Welche der von swisstopo als Wanderwege kartierten linearen Elemente waren ursprünglich Bewässerungskanäle, und wurden – da sie nicht mehr genutzt wurden – in (Wander-) Wege umfunktioniert?
Faldumalp Wanderblöcke«Wanderblöcke sind grössere Blöcke, die an der Stirnseite einen Stauchwulst, an der Rückseite eine Hohlform (Auswanderungsnische oder länger gestreckte Gleitbahn) aufweisen (…).» Quelle: Werner Schwarz-Zanetti: Wanderblöcke im Gebiet der Bergünerstöcke (Kt. Graubünden / Schweiz). Geographica Helvetica 1983 - Nr. 3

Mit der Kartierung von Wanderblöcken begann ich vor Jahren, weil ich dachte, es seie wichtig, die auffällige Gleitbahn / Furche, welche die Wanderblöcke ziehen, als «nicht-anthropogen» festzuhalten. Mittlerweile habe ich in Graubünden und im Wallis mehr als 17‘000 Wanderblöcke kartiert. Möglicherweise wird meine Kartierung ab 2027 wissenschaftlich ausgewertet.