Mörel VS

Kartierung der Suonen und Bewässerungssysteme auf der nördlichen Talseite des Goms zwischen Bitsch und Fiesch sowie auf der westlichen Talseite des Weisswassertals zwischen Fiesch und Kleines Wannenhorn.

Link zur online-Karte: https://qgiscloud.com/sal/2026-07-12_Weidmann_Kartierung_Moerel_VS/

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Meine Kartierung verstehe ich als Einstieg in die Erforschung der Suonen und Bewässerungssysteme auf der nördlichen Talseite des Goms zwischen Bitsch und Fiesch sowie der westlichen Talseite des Weisswassertals zwischen Fiesch und Kleines Wannenhorn. Die Wahl auf dieses Kartierungsgebietes fiel,

  • weil es mehrere bedeutende Suonen enthält;
  • weil diese Suonen auf der nördlichen Talseite des Goms zwischen Bitsch und Fiesch mit grösseren Bewässerungssystemen in Zusammenhang stehen;
  • weil J. Bielander die Bewässerung der Gemeinde Lax in einer Publikation detailliert beschreibt.

Ich möchte mit dieser Kartierung versuchen, so viel wie möglich zusammenzutragen, was innerhalb der Kartierungsgrenze mit dem Thema Bewässerung zu tun hat oder zu tun haben könnte. Gleichzeitig möchte ich einladen, an zukünftigen Versionen dieser Kartierung mitzuarbeiten. Folgende Aspekte / Fragen stehen im Vordergrund:

  • Wo gibt es / wo gab es früher natürliche Wasserläufe, Wasseraustritte, Quellen, Seen, die sich dafür eignen / eigneten, Wasser für Bewässerungszwecke zu nutzen?
  • Wo gibt es / wo gab es früher Suonen, die eingerichtet wurden, um Wasser von einem bestimmten Punkt A zu einem bestimmten Punkt B zu bringen?
  • Wo gibt es / wo gab es früher lokale Bewässerungssysteme, die dazu dienten, landwirtschaftlich genutzte Flächen zu bewässern?

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KartierungsgebietNördliche Talseite des Goms zwischen Bitsch und Fiesch sowie westliche Talseite des Weisswassertals zwischen Fiesch und Kleines Wannenhorn.

Ich bezeichne das Kartierungsgebiet mit dem Begriff «Mörel». Mörel selbst ist eine Gemeinde innerhalb des Kartierungsgebiets.
Kartierungsgebiet und GemeindegrenzenDas kartierte Gebiet ist Teil der Gemeinden Bitsch, Riederalp, Bettmeralp, Lax, Fiesch, Fieschertal, Mörel-Filet und Grengiols.
Fläche des kartierten
Gebietes
rund 66 km2
LiteraturDie Gemeinde Lax ist Teil des Kartierungsgebiets. Diese Publikation von J. Bielander geht detailliert auf die Bewässerung auf dem Gemeindegebiet ein. Quelle ETH-Bibliothek Zürich, digitalisierte Zeitschriften auf E-Periodica

Ob es zwischen meiner Kartierung und dieser Publikation Zusammenhänge gibt, habe ich nicht abgeklärt. Ich denke, dies wäre eine Aufgabe für Historiker und Historikerinnen, die sich mit dem Gelände gut auskennen.
Weiteres Vorgehen M. WeidmannFortführung der Detailkartierung; insbesondere klarere Differenzierung zwischen Bewässerungskanälen und Viehwegen (sofern aufgrund der vorliegenden Kartengrundlagen / Luftaufnahmen möglich)
Generelles weiteres Vorgehen- Kontaktaufnahme mit dem Grundeigentümer / Pächter
- Recherche bei der Gemeinde und dem Kanton (insbesondere Dienststelle für Landwirtschaft, Bereich Strukturverbesserungen) bezüglich Unterlagen zum Kartierungsgebiet
- Realisation eines hochauflösenden 3D-Geländemodells; Anpassung der Kartierung
- Feldarbeiten

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  • Ein Klick auf das Symbol mit dem Haus (Home) bewirkt, dass die Ansicht auf das gesamte kartierte Gebiet zoomt.
  • Mit den sechs runden Buttons auf der rechten Seite der Karte können Ansichten gewählt und verändert werden.
  • Ein Klick auf den obersten Button zeigt die Kartierungsebenen an. Diese Ebenen können mittels Häkchen in den Kästchen aktiviert / deaktiviert werden.
  • Mit einem Klick auf den untersten Button werden sechs verschiedene Hintergrund-Ebenen angezeigt. Von diesen kann jeweils eine aktiviert werden.

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Verschiedene in dieser Kartierung verwendeten Begriffe werden hier erläutert.

Mörel SuonenIn diesem Layer habe ich kartiert:
. Suonen, welche in den aktuellen swisstopo-Karten eingetragen sind
. Suonen, welche in älteren swisstopo-Karten eingetragen sind
. Suonen, die im Inventar von Johannes Gerber eingetragen sind (teilweise veröffentlicht auf www.suonen.ch)

Im weiteren habe ich lineare Elemente eingetragen, welche nach meiner Meinung Suonen sein könnten.
Mörel BewässerungssystemeDie Kartierung dieser Bewässerungssysteme basiert auf:
- dem swisstopo-Höhenmodell «swissALTI3D monodirektional»;
- den swisstopo-Luft- bzw. Satellitenbildern SWISSIMAGE.

Diese Kartierung ist als Hinweiskartierung zu verstehen. Sie will zeigen, wo früher möglicherweise Bewässerungssysteme gab. Sie will Grundlagen liefern zu weiteren Untersuchungen (beispielsweise aufgrund der Publikation von J. Bielander zur Bewässerung der Gemeinde Lax).
Mörel Wasseraustritte QuellenEs wurden Wasseraustritte / Quellen kartiert, die auf der Luftaufnahme erkennbar sind. Die Kartierung ist nicht vollständig.

Fragen: Welche Rolle spielten diese Wasseraustritte früher? Wurden gewisse von ihnen gefasst, zu Bewässerungszwecken genutzt? Stehen die kartierten Wasseraustritte / Quellen in einem Zusammenhang mit den kartierten Bewässerungssystemen?
Mörel Natürliche WasserläufeKartiert wurden
- Wasserläufe, welche heute wasserführend sind;
- Wasserläufe, welche in der Vergangenheit sicher oder mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit wasserführend waren;
- Natürliche Geländeformen, in denen fliessendes Wasser kanalisiert wird.

Frage: welche der kartierten Wasserläufe wurden früher zu Bewässerungszwecken angezapft? Welche führten nur während gewissen Jahreszeiten Wasser?
Mörel Stehende Ge-wässerSeen, Tümpel, Sümpfe, verlandet oder nicht verlandet.

Fragen: gibt es im Kartierungsgebiet Seen / Tümpel,
welche einst für Bewässerungszwecke angezapft wurden?
welche im Rahmen der Bewässerung die Funktion eines Speicherbe-ckens / Ausgleichsbeckens hatten?
Mörel Wege Mensch ViehIn diesem Kartenlayer sind Wege erfasst, die man made bzw. animal made sind. Die Erfassung / Kartierung dieser Wege ist willkürlich und erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Sie wurde insbesondere in Gebieten durchgeführt, wo es sowohl Suonen und Bewässerungskanäle als auch Wege gibt (siehe auch: Kartierung von Suonen und Bewässerungssystemen mit Hilfe von ALTI3D).

Fragen:
- Welche der als Suonen / Bewässerungskanäle kartierten linearen Elemente sind in Wirklichkeit Wege? Welche der als Wege kartierten linearen Elemente sind in Wirklichkeit Abschnitte von Suonen / Bewässerungskanäle?

- Welche der von swisstopo als Wanderwege kartierten linearen Elemente waren ursprünglich Suonen / Bewässerungskanäle, und wurden – da sie nicht mehr genutzt wurden – in (Wander-) Wege umfunktioniert?

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Im Rahmen des Projekts «Mörel» kartiere ich auch die nachfolgenden drei Themen. Aus verschiedenen Gründen publiziere ich diese Kartenlayer jedoch nicht in der aktuell öffentlich einsehbaren Karten-Version https://qgiscloud.com/sal/2026-07-12_Weidmann_Kartierung_Moerel_VS/.

Mörel ObjekteUnter dem Begriff «Objekte» verstehe ich Überreste von Bauwerken, Pferchen, Weidemauern sowie weiteren, nicht identifizierbaren man-made-Strukturen, die in Zusammenhang mit landwirtschaftlichen Tätigkeiten stehen (Wüstungen).

In diesem Sinne bezeichne ich auch Objekte, welche mit nicht mehr genutzten Suonen oder Bewässerungssystemen in Zusammenhang stehen (Speicherbecken, gemauerte Trassees von Suonen, usw.), als Wüstungen.

Frage: Wo gibt es im Kartierungsgebiet Mörel Objekte / Wüstungen, die in Zusammenhang mit Suonen und Bewässerungssystemen stehen?
Mörel Lesesteine StrukturenAls Lesestein-Strukturen bezeichne ich
- Lesestein-Haufen
- Lesestein-Wälle
- andere Formen von Lesestein-Anhäufungen.

Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie anthropogen sind.

Die hochauflösenden Satellitenaufnahmen ermöglichen das Kartieren von Lesestein-Strukturen. ALTI3D ermöglicht es, Lesestein-Strukturen, die auf der Satellitenaufnahme nicht oder nur undeutlich erkennbar sind, aufgrund bestimmter Muster / Konturen zu identifizieren.

Die detaillierte Kartierung von Lesestein-Strukturen ist nach meiner Meinung von grosser Bedeutung.
- Unter Lesestein-Strukturen können sich die Reste von man-made-Objekten verbergen (insbes. Gebäude).
- Die Strukturen können in Zusammenhang stehen mit Aufräumarbeiten nach Naturereignissen (Lawinen, Murgänge, Hangmuren). In diesem Falle sind sie konkretes Zeugnis eines lokalen Ereignisses.
- Die Lesesteinhaufen sind Ausdrucksformen menschlicher Aktivität im Gebirge. Ihre Präsenz schafft eine aussergewöhnliche Form von Kulturlandschaft.

Frage: Wo gibt es im Kartierungsgebiet Mörel Lesesteine-Flächen, die in Zusammenhang stehen mit ehemaligen Suonen und Bewässerungssystemen?
Mörel
Wanderblöcke
«Wanderblöcke sind grössere Blöcke, die an der Stirnseite einen Stauchwulst, an der Rückseite eine Hohlform (Auswanderungsnische oder länger gestreckte Gleitbahn) aufweisen (…).» Quelle: Werner Schwarz-Zanetti: Wanderblöcke im Gebiet der Bergünerstöcke (Kt. Graubünden / Schweiz). Geographica Helvetica 1983 - Nr. 3

Mit der Kartierung von Wanderblöcken begann ich vor Jahren, weil ich dachte, es seie wichtig, die auffällige Gleitbahn / Furche, welche die Wanderblöcke ziehen, als «nicht-anthropogen» festzuhalten. Mittlerweile habe ich in Graubünden und im Wallis mehr als 17‘000 Wanderblöcke kartiert. Möglicherweise wird meine Kartierung ab 2027 wissenschaftlich ausgewertet.